Macht der Emotionen

Die Bequemlichkeit ist der zentrale Grund für die Abwanderung der Kunden ins Internet. Nur wer diesen Grund mit positiven Emotionen neutralisiert, kann Kunden zurück gewinnen. Der so erzielte Mehrumsatz resultiert dabei im Wesentlichen aus einer Umsatzverschiebung. Der Verbraucher gibt nicht mehr Geld aus, sondern nur woanders.
Wer nun die Verbraucher mit emotionalen Anreizen lockt, spricht aber nicht nur die Internetkunden an, sondern auch die Kunden der benachbarten Malls und Einkaufsstraßen.

Mit einer großen Umfrage ist JJL den Wünschen von Kunden an Shoppingmalls auf den Grund gegangen. Dabei kamen einige Erkenntnisse zu Tage, die auch für das allgemeine Shoppingverhalten gelten.

1. Kunden besuchen im Laufe eines Jahres durchschnittlich 4 Einkaufszentren.
2. 56% bevorzugen Einkaufsmöglichkeiten, die in unter 20 Minuten erreichbar sind und 80% der Befragten geben an, dass sie einen Anfahrtsweg von maximal 30 Minuten in Kauf nehmen.

Wenn man diese Fakten nun auf die Auswirkungen von Konsumfaktoren überträgt, bedeutet es, dass ein Shoppingcenter mit einem emotionalen Highlight, welches 10% der Verbraucher anspricht als Ergebnis durch Kundenwanderung mit einer Umsatzsteigerung von 30% rechnen darf. Neben der Konsumverschiebung innerhalb des lokalen Handels kommt eine weitere Konsumverschiebung aus dem Internet hinzu.

In vielen dicht besiedelten Regionen sind innerhalb von 20 Minuten für viele Verbraucher aber wesentlich mehr als 4 Einkaufsmöglichkeiten vorhanden. Hier wäre die Umsatzverschiebung nochmal höher.

In der Summe reicht es also aus, wenn 10% der Verbraucher sich von einer Aktion angesprochen fühlen um eine Frequenzsteigerung von mindestens 30% zu erzielen.